Am 08.02.2018 ist eine neue überarbeitete Revision der VO (EU) 10/2011, die den Kontakt von Lebensmitteln mit Kunststoffen regelt, veröffentlicht worden. Neben der Erweiterung der "Positivliste" (erlaubte Kunststoffe und deren Additive), ist die VO jetzt übersichtlicher gestaltet.

Insbesondere werden in Anhang III Tabelle 3 Lebensmittelgruppen den notwendigen Simulantien für die Gesamtmigration zugeordnet. Allerdings ist es verwunderlich, dass in Zeile 2 bei "alle Arten von Lebensmitteln" Simulanz E fehlt, das trockene Lebensmittel simuliert.

Entscheident für den Inverkehrbringer eines Kunststoffes ist, dass Kunststoffe, die mehrfach mit Lebensmitteln in Berührung kommen (z.B. Kunststoffboxen) sowohl bei der Gesamtmigration als auch bei der spezifischen Migration dreimal hintereinander mit jeweils neuem Simulanz auf ihr Migrationsverhalten hin getestet werden können. Zur Beurteilung der Konformität ist dann die jeweils dritte Messung maßgeblich. Werden die Werte bei der ersten Messung überschritten, so ist das noch kein k.o. Kriterium.

Wichtig ist auch, dass Kunststoffteile von Lebensmittelmaschinen jetzt unter den realen Bedingungen, was Temperatur und Zeit anbetrifft, getestet werden können. Oft betragen die Kontaktzeiten hier nur wenige Sekunden. Da ist es wenig hilfreich, dass man die Konformität z.B. 10 Tage bei 40 °C prüft.

Trotzdem enthält die VO immer noch einige Unklarheiten. Zum Beispiel ist der spezifische Migrationsgrenzwert nach Kapitel V Artikel 17  in mg/kg bezogen auf ein Oberflächen zu Volumen Verhältnis von 6 dm2 pro kg Lebensmittel anzugeben, u. a. bei Platten und Folien, die weniger als 500 ml oder mehr als 10 l fassen. Welche Platte oder Folie fasst 500 ml oder 10 l ?

 

Zum 01.08.2018 haben wir unseren 3. Ausbildungsplatz jetzt besetzt. Die nächste Gelegenheit für einen Ausbildung zum Chemielaborantin/Chemielaborant ist deshalb der 01.08.2019. Wir freuen uns aber jetzt schon auf mögliche Bewerbungen.  

 

 

Ein immer wichtigeres Gebiet im Baubereich stellt die Bekämpfung und Analyse von Schimmelschäden dar. Auf diesem Gebiet haben wir mit Frau Bensmann eine ausgebildete Baubiologin, die seit 19 Jahren deutschlandweit auf dem Gebiet der Schimmelbelastung in Innenräumen als Gutachterin tätig ist. In unserem mikrobiologischen Labor analysieren und differenzieren wir die Art der Schimmelspezies und geben Hinweise auf deren Gefährlichkeit im Hinblick auf die menschliche Gesundheit. Damit haben wir einen wesentlichen know-how Vorteil auf diesem Gebiet. Nach erfolgter Sanierung bestätigen wir mit sogenannten "Abnahmemessungen" den Erfolg der Maßnahmen. Wir verfügen über neueste Messtechnik und Messköpfe für die luftgetragene Sporendiagnostik.

Bei Fragen oder Problemen rufen Sie bitte Frau Bensmann direkt unter der Nr. 05401-8636-11 an. Sie erstellt Ihnen auch ein entsprechendes Angebot. 

Seit 2005 beschäftigen wir uns mit der Pyrolyse von Kunststoffen, Reifen und anderen Materialien mit dem Ziel der Gewinnung von Rußen und Ölen. Während die entstehenden Ruße in Elastomeren, wie Reifen oder Gummiprodukten eingesetzt werden können, wird das entstehende Pyrolyseöl und -gas zur direkten Energiegewinnung in Generatoren eingesetzt.

Die neueste serienreife Entwicklung ist ein kontinuierlich betriebener Pyrolysereaktor, der Gülle, Klärschlamm und Gärreste aus Biogasanlagen oder Klärwerken verstromt. Vorraussetzung ist ein maximaler Wassergehalt von 10 %. Die Technologie sitzt in zwei Standardseecontainern und arbeitet völlig autark. Es werden keine Anschlüsse benötigt. Das nach mehreren Reinigungsschritten erhaltene heizölähnliche Pyrolyseöl und Gas wird direkt in einem BHKW verstromt. Die EEG Einspeisevergütung ist genehmigt. Die Energie für den Pyrolyseprozess wird aus dem BHKW entnommen. Die Anlage arbeitet deshalb auch energieautark. 

Zurück bleibt ein als NKP-Dünger verwendbares pelletierbares Material (Biokohle). Die Anlage läuft 24 h am Tag kontinuierlich. 

Zum Zwecke der Vermarktung und Förderung der Technologie wurde unter dem Dach des Labors zum 01.01.2016 die GERA-mbH (Gesellschaft für Energie- und Resourcengewinnung aus Abfällen und Reststoffen-mbH) gegründet. Der entstehende Strom kann selbst genutzt oder eingespeist werden.

Die erste Anlage ist seit Oktober 2017 mit Gärresten aus nachwachsenden Rohstoffen in Betrieb. Für die entstehende Biokohle bestehen langfristige Abnahmeverträge. Wenn Sie Interesse an der Technologie haben sprechen Sie uns bitte an. Sitz der Gesellschaft ist bei uns.